Es läuft nicht alles schief…

Nach dem letzten Eintrag müssen auch mal wieder die Sachen Erwähnung finden, die nicht (völlig) schief laufen:

  • am 11.04. haben wir noch ein zweites Flurstück gekauft, das unsere permanente Zufahrt werden soll. Da die Verkäufer kein Wegerecht o.ä. erteilen wollten war das die einzige Möglichkeit, unsere Baustellenzufahrt zu sichern. Unangenehm: 4500€ ungeplante Mehrkosten und die Verkäufer. Sehr unangenehmer Menschenschlag. Wir hoffen, dass in 4-8 Wochen der Kauf abgeschlossen ist.
  • Bei der Gelegenheit haben wir gleich unsere Grundschuld beurkundet. Positiv anzumerken ist, dass die Notarkosten geringer waren, als befürchtet.
  • Unsere Brücke nimmt langsam Gestalt an. Wir sind preislich noch nicht ganz da, wo wir hin müssen, aber zumindest zeichnet sich langsam eine Lösung ab.
  • Die Ausschreibungen für die Gewerke Elektrik, Heizung, Lüftung und Sanitär sind raus. Dafür haben wir einen Abend lang gesessen und Elektrik und Badeinrichtung geplant. Die Ausschreibung des Heizungsgewerks habe ich dann konsequenterweise gleich selbst geschrieben, da ich das meiste davon sowieso schon gerechnet hatte.
  • Zwei Genehmigungen weniger: Weder für den geplanten Grabenkollektor noch für die Regenwassereinleitung in den Bach benötigen wir eine Genehmigung. Da der Mitarbeiterin der unteren Wasserbehörde auch unsere Brücke als Arbeitspaket vorliegt, wusste sie gleich, wer ich bin, und wo ich hingehöre. Nachdem ich ihr erläutert hatte, wie unser Grabenkollektor aussehen soll, hat sie noch einmal das Sächsische Wassergesetz befragt und mir dann mitgeteilt, dass wir auf beiden Seiten einen Haufen Arbeit sparen, wenn wir uns einfach an den Wortlaut des Gesetzes halten. So macht die Sache Spaß.
  • Unsere Vollständigkeitsmitteilung ist endlich da. Nach langem Bangen und Bibbern haben wir vor einigen Tagen endlich die Mitteilung bekommen, dass unser Bauantrag vollständig ist und damit jetzt die gesetzliche Bearbeitungszeit beginnt. Spätestens Ende Juli wird die Baugenehmigung also vorliegen. Da die Abstimmung mit den Fachämtern schon erfolgt sein dürfte und die Stellungnahme der Gemeinde in der Zwischenzeit vorliegen müsste, hoffen wir aber, dass es nicht so lange dauern wird und Mitte/Ende Juni alles vorliegt.

Fremde Schulden…

Auf unserem Grundstück lastet immer noch die Grundschuld unserer Nachbarn. Ich bemühe mich gerade um die Freigabe. Angeblich lag die am 29.03. vor. Am 20.04. wurde uns dann mitgeteilt, dass die Freigabe nicht vorliegt. Auf meine Nachfrage habe ich folgendes zur Antwort bekommen:

ich hatte Ihnen am Telefon mitgeteilt, dass die Freigabe vorliegt. Diese lag auch vor.
Bevor ich diese dem Grundbuchamt vorlegen wollte, habe ich diese nochmals geprüft, damit die Anträge richtig vollzogen werden und festgestellt, dass die Bank ihr eigenes Pfandobjekt und nicht das freizugebende Flurstück aus der Pfandhaft entlassen hat.
Ich habe sodann umgehend mit der Bank telefoniert und die Freigabe zurück gesandt. Zwischenzeitlich habe ich bereits auch zweimal angemahnt und um dringende Erledigung gebeten, jedoch rührt sich die Bank nicht.
Ich werde daher morgen nochmals telefonisch versuchen die Bank zu erreichen und hoffe, dass die Erklärung dann im Laufe dieser Woche noch bei uns eingeht.
Mit freundlichen Grüßen

Weihnachtsgeschenke – behalten oder umtauschen?

Erstmal die, die wir gern behalten wollen:

Fast 5 Monate haben wir gewartet und um unsere Finanzierung gebangt, aber pünktlich am 22.12. traf die Zusage der Sächsischen Aufbaubank ein. Was jetzt erstmal nicht so kompliziert klingt, war in Wirklichkeit extrem viel Aufwand, denn wir wollten gern mit Fördermitteln des Freistaats bauen. In den letzten Tagen hatten wir den Glauben daran fast aufgegeben, da wir wussten, dass unser Antrag bis zum Jahresende fertig bearbeitet sein muss. Sonst wären die Fördermittel verfallen. Umso größer war die Freude, als der DHL-Bote an meinem ersten Urlaubstag den Ordner mit den Vertragsunterlagen ablieferte. Die Konditionen sind selbst gemessen an den aktuellen Kosten fürs Baugeld extrem gut, unser durchschnittlicher Zinssatz liegt bei ca. 0,8% bei einer Zinsbindungsfrist von 20 bzw. 25 Jahren. Insgesamt wird das Haus damit monatlich ungefähr die selben Kosten verursachen wie unsere aktuelle Mietwohnung.

Aber kein Licht ohne Schatten, denn am Horizont ziehen schon dunkle Wolken auf, hier die Umtauschliste:

Die Baustellenzufahrt ist momentan ein großes Problem und wird auf jeden Fall noch erhebliche Kosten verursachen, die mit der aktuellen Finanzierungszusage noch nicht abgedeckt sind:

  1. Zufahrt über das Grundstück des Hinterliegers: ca. 8000€. Das müssen wir mit dem Hinterlieger klären, kann aber sicherlich funktionieren. Mehrkosten entstehen noch, weil unsere spätere Zufahrt auch noch gemacht werden muss.
  2. Ersatzneubau der Brücke unserer Nachbarn: ca. 20.000€. Dabei könnte man den Brückenverlauf etwas anpassen, so dass für unsere Einfahrt der Winkel nicht so steil ist. Die Kosten könnten wir mit den Nachbarn teilen. Nachteil: Wir brauchen dafür eine wasserrechtliche Genehmigung, die einige Monate auf sich warten lassen kann. Ein Baubeginn im April erscheint damit nicht sehr wahrscheinlich.
  3. Baubrücke: ca. 15.000€. Eigentlich die unsinnigste Lösung, denn auch hier ist die wasserrechtliche Genehmigung erforderlich, noch dazu wird die Brücke nach Ende der Bauzeit wieder abgebaut.

Dazu kommt noch die notwendige Baugrundverbesserung. Anfang Januar kommt der Baugrundgutachter, dann wissen wir mehr.

Grob geschätzt können wir uns aber schon auf 15.000€ Mehrkosten nur durch diese beiden Themen einstellen.

CHAOS!!! FORTSCHRITT!!!

Fast 2,5 Monate haben wir nichts von uns hören lassen.  Dabei ist es nicht so, dass in der Zeit nichts los war, im Gegenteil, manchmal wurden wir von den Ereignissen regelrecht überfahren.

Die kleinen Schritte:
– Der Kaufpreis ist bezahlt. Damit dürfen wir die Wiese nun offiziell “nutzen” 😉

– Die Vermessung ist abgeschlossen. Deutlich über 3000€ hat es gekostet, aber jetzt ist die Wiese auch offiziell ein eigenes Flurstück.  –

– Grunderwerbssteuer durften wir auch schon bezahlen, neben vielen kleinen Rechnungen, hier mal 25, da mal 30€. Das summiert sich. Am Ende kommen auch bei den kleineren Posten, die wir so nicht auf dem Schirm hatten, dreistellige Beträge zusammen.

– Die ersten (zweiten und dritten) Entwürfe unserer Architektin sind da. Von kleineren Anpassungen abgesehen sind wir ziemlich nah am ersten Entwurf geblieben, momentan wird der Bauantrag erarbeitet. Der Antrag soll noch im Dezember gestellt werden, damit wir spätestens Ende März eine Baugenehmigung haben.

Und Mitte Oktober kam der große Hammer:

Die SAB hat sich gezuckt! Seit unserer Antragsabgabe im Juli hatten wir nichts gehört, 3 Monate später bekamen wir die Eingangsbestätigung nebst Bearbeitungsnummer und eine Liste von Unterlagen, die wir bitte noch einreichen sollen. Steuerbescheide, Stellungnahmen zur Arbeitssituation, Planungsunterlagen zum Haus, Baugenehmigung usw..

PLANUNGSUNTERLAGEN ZUM HAUS? BAUGENEHMIGUNG???

Stellt sich raus, dass die SAB nur Projekte fördert, die zum Zeitpunkt der Antragsbearbeitung bereits soweit fortgeschritten sind, dass nur noch die Baumaschinen anrücken müssen. Steht nur leider nirgendwo. Vernünftig wie wir sind, hatten wir natürlich nicht vor, Geld zu verplanen, das wir womöglich gar nicht kriegen, weswegen die Planung bisher noch keine große Rolle gespielt hatte. Soweit so doof, was ich dann am Telefon erfahren habe, machte die Sache allerdings noch ungünstiger: Unsere Fördergelder sind zwar für uns reserviert, der Antrag muss aber spätestens bis Mitte Dezember genehmigt sein, sonst verfallen die Gelder. Und für die Genehmigung brauchen wir Planungsunterlagen.

Immerhin die Baugenehmigung können wir im neuen Jahr als Voraussetzung für die Kreditauszahlung nachreichen. Sonst wäre unser schöner, seit Jahren gepflegter Finanzierungsplan an Ort und Stelle geplatzt, denn die Bearbeitung des Bauantrages dauert selten weniger als zwei Monate.

Die letzten 6 Wochen waren wir also ständig in Eile, den Entwurf mit der Architektin abzustimmen, Unterlagen zu beschaffen, zu prüfen, Änderungen einzubringen und darauf zu achten, dass alle Unterlagen vollständig und plausibel sind.

Und jetzt ist es geschafft – jetzt liegt es nicht mehr in unserer Hand. Die Antragsunterlagen sind vollständig bei der SAB, momentan läuft die Wertermittlung auf Basis der eingereichten Unterlagen.

Nur die fehlende Wohnflächenberechnung bereitet uns etwas Sorgen. Laut Aussage der SAB dürfte es zwar ohne gehen, trotzdem habe ich schon wieder – und mit ziemlich schlechtem Gewissen – die dringende Bitte an unsere Architektin gerichtet, die Berechnung vorzuziehen und zeitnah bei uns abzuwerfen.

Insbesondere die letzten zwei Wochen waren in der Hinsicht eine Zerreißprobe. Wie viel Druck können wir bei der Architektin machen, ohne die Geschäftsbeziehung nachhaltig zu stören? Wie dringend und deutlich können wir fehlende oder fehlerhafte Unterlagen monieren? Ich bin insgesamt nicht ganz glücklich damit, wie die letzten zwei Wochen liefen. Der enorme Zeitdruck schädigt sowohl die Qualität der Arbeitsergebnisse als auch die Basis der Zusammenarbeit zumindest kurzfristig. Wir werden sehen, wie es jetzt weiter geht.

Trotz allem sind wir enorm dankbar! Unserer Architektin und ihrem Team gegenüber, weil sie mitgezogen haben, als wir Druck gemacht haben. Der SAB, weil die gerade alles versuchen, um unseren Antrag in der Kürze der Zeit noch vollständig zu prüfen und zu genehmigen.

Und erschöpft sind wir auch, vom Dauersprint der letzten Wochen, den man nicht mal eben so wegsteckt. Wir alle haben ein paar harte Wochen hinter uns und können jetzt durchaus etwas gemächlichere Tage gebrauchen.

In der Zwischenzeit läuft das “Tagesgeschäft” weiter. Wir befassen und mit der Heizung im Haus. Außen sind die Rahmenbedingungen mittlerweile klar, jetzt geht es innen weiter. Wenn alles steht, wird der Heizungsbauer belästigt.

Auch für die Fenster haben wir uns schon entschieden, jetzt fehlt nur noch der Fensterbauer, der sie einbaut.

 

Und ganz zum Schluss noch ein paar Bilder (anklicken…):

Essbereich Wohnzimmer1

Blick vom Wohnzimmer Richtung Terrasse

Wohnzimmer2

Küche

Wohnzimmer3

Erdgeschoss

Grundriss_EG

Da wir uns am Ende doch für zwei Vollgeschosse entschieden haben, mussten wir etwas kompakter planen. Das Wohnzimmer ist eher knapp gehalten, dafür haben wir zusätzlichen Platz für Arbeits- und Gästezimmer in den oberen Etagen gewonnen.