Es wird langsam

Und wieder habe ich es ganze zwei Monate nicht geschafft, hier was zu schreiben.

Es ist einfach zu viel los, daher nur ein kurzes Statusupdate:

Seit dem letzten Beitrag im Dezember ist viel geschehen: Die Fenster sind drin, Medien verlegt, innen ist fast alles verputzt, die Wandheizung ist drin. Letzte Woche wurde die Haustür eingebaut und zur Zeit verlegt der Heizungsbauer die Fußbodenheizung. Ende nächster Woche soll der Estrich kommen.

Unschönes gibt es natürlich auch zu berichten: Der Tiefbauer hat bei der Kalkulation seiner Nachträge für die Verlegung der Medien scheinbar sehr tief in die Kristallkugel geschaut. Auf jeden Fall lässt sein Nachtragsangebot auf eine blühende Phantasie schliessen.

Der Putzer war sehr anstrengend, leider nur halb so oft wie gewünscht auf der Baustelle. Der Innenputz ist bis heute nicht vollständig, es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten. So ist beispielsweise das Giebeldreieck nicht geputzt worden und beim Anputzen wurde die Dampfbremse zerschnitten.

Sehr zuverlässig ist bisher der Heizungsbauer. Die Rohinstallation von Abwasser, Wasserversorgung und Heizkreisverteilern ging planmäßig und so können wir immer besser vorstellen, wie es später mal aussehen wird.

Mit dem Elektriker gab es auch noch etwas Ärger, der erschien nämlich erst wie geplant auf der Baustelle und sollte eigentlich auch wiederkommen, liess sich dann aber für den Rest der Woche nicht mehr blicken. Als Begründung hiess es, dass der Trockenbau noch nicht soweit gewesen wäre und deswegen eine andere Baustelle vorgezogen worden wäre. Das liess sich unser Trockenbauer natürlich nicht zweimal sagen und rückte dem Elektriker ziemlich prompt den Kopf zurecht, denn der Fortschritt im Trockenbau war durchaus mehr als planmäßig, so dass der Elektriker problemlos hätte weiterarbeiten können.

Das hat dann  leider die Zeitplanung für den Estrich etwas nach hinten geschoben, weil unser Planer dem Elektriker ohne Rücksprache ein neues Zeitfenster für die Installation genannt hat.

Ansonsten ist aber eigentlich alles mehr oder weniger schick.

Rohbau

Lange habe ich hier nichts geschrieben, aber es war einfach viel zu viel zu tun.

In der Zwischenzeit ist der Rohbau fertig. Es gab immer mal wieder Kleinigkeiten, aber alles in allem sind wir sehr zufrieden mit unserem Rohbauer.

Aber der Reihe nach:

Erdgeschoss fertig gemauert

Zwischendecke mit Lüftungsrohren

Das Obergeschoss wird gemauert

Obergeschoss fertig

Decke über OG mit Lüftungsrohren

Giebel fast fertig

Der Dachstuhl steht

Unterspannbahn ist drauf

Das ist nun (fast) der aktuelle Stand. Gestern wurden die Dachfenster eingebaut, morgen sollte die Dacheindeckung fertig sein. Außerdem sind heute unsere Fenster gekommen, die ersten beiden sind auch schon eingebaut. Leider ist es zur Zeit schon kurz nach vier dunkel, daher gibts noch keine Fotos.

Ansonsten: Mehrkosten, Mehrkosten, Mehrkosten. Wenn ich die aktuellen Mehrkosten gegenüber der Planung zusammenfassen würde, dann dürften das mittlerweile knapp 20T€ sein. An den meisten Stellen sind das notwendige Arbeiten, die einfach in der Kostenschätzung bzw. Ausschreibung fehlten, an anderen Stellen Sachen, die zwar in der Ausschreibung standen, aber nicht in der Kostenschätzung.

Einige wenige Dinge sind notwendig, weil es jetzt nicht mehr anders geht, aber wenn wir die damit zusammenhängenden Kosten gekannt hätten, hätten wir uns wohl ganz am Anfang in der Planungsphase anders entschieden.

Und manche Sachen wären günstiger gewesen, wenn man sie gleich bemerkt oder von Anfang an daran gedacht hätte. So wäre es sicherlich ziemlich schlau gewesen, in unseren Brückenfundamente ein paar Leerrohre einzubetonieren. Und auch die Dachausschreibung hätten wir gründlicher prüfen sollen: Unser Dachdecker hatte Klapp-Schwingfenster statt der von uns geforderten Schwingfenster angeboten. Die nur leicht unterschiedliche Bezeichnung ist weder uns noch dem Architekten aufgefallen. Auch das sind wieder 300€ “Kleingeld”.

Und das ist eigentlich bisher auch das Fazit: Bisher gibt es nirgendwo (außer bei den Maurerarbeiten) wirklich große Kostenüberschreitungen, die Mehrheit der Posten liegt zwischen 80 und 200€, aber die Anzahl macht es dann doch.

Insgesamt wissen wir in der Zwischenzeit deutlich mehr über sparsames Bauen als vorher, leider aber in den meisten Fällen, weil es unseren Planern nur schlecht gelungen ist, eine kosteneffiziente Umsetzung zu erreichen.

Auf der anderen Seite haben wir noch einen handfesten Planungsfehler vom Energieberater. Die maßgebliche Wärmebrücke unseres Hauses ist nämlich nochmal deutlich schlechter geworden, als er den Baustoff der Innenwände geändert hat. Darüber werden wir noch reden müssen, aber zur Zeit stehen andere Dinge im Vordergrund.

Bis zum Wochenende soll das Dach fertig eingedeckt und die Fenster alle eingebaut sein. Nächste Woche kommt dann der Tiefbauer und verlegt die Medien. Da heisst es, Daumen zu drücken, dass das Wetter gut ist. In der Woche vor Weihnachten soll der Elektriker dann noch die Rohinstallation machen, bevor im neuen Jahr Innenputz und Trockenbau kommen.

Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Fortschrittsbalken 2

1. Kollektor

Wegen 6. mussten wir kräftig umplanen und improvisieren. Ich hoffe, dass das alles so klappt, wie wir es uns vorgenommen haben. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich behaupte, dass wir einen ziemlich straffen Terminplan haben. Heute ist außerdem das Kleinzeug angekommen: 500 Kabelbinder 300×4,8mm und 250m Trassenband “Achtung Kabel” – “Achtung Heizungsrohr” gab es nicht, der Rest erschien mir unpassend 😉 Jetzt fehlen nur noch die Verlegehilfen, die möchte ich spätestens am Wochenende aus ein paar Brettern zurechtsägen.

2. Erschliessung

Der Netzanschlussvertrag von der ENSO ist gekommen. Das Kostenangebot liest sich sehr schön. Wir hatten bisher 3500€ für die Elektroerschliessung eingeplant, weil wir davon ausgegangen waren, dass die ENSO einen Mast setzen wird. Durch den Kauf unserer Zufahrt konnten wir jetzt doch auf eine Erderschliessung ausweichen, die die Erschliessungskosten auf ca. 1100€ drückt. Dafür kommen noch kleinere Mehrkosten für Elektriker und Tiefbauer auf uns zu, das werden aber nicht mehr als 500-1000€.

3. Wärmepumpenförderung

Die Eingangsbestätigung für unseren Antrag auf Förderung der Wärmepumpe ist da, also können wir diese Woche noch den Heizungsbauer festnageln.

4. Brücke

Die Brückenplatte ist nun beauftragt. Die Statik habe ich nochmal etwas angepasst, aber an den grundsätzlichen Parametern nichts geändert. Das Betonwerk, für das ich mich entschieden habe, hatte zwar nicht das günstigste Angebot, dafür werden die beiden Brückenelemente bei Lieferung gleich mit dem LKW-Kran eingehoben. Gesamtkosten: ca. 3520€ inkl. MwSt. Die Fundamente für die Brücke sind auch beauftragt und werden Ende Juli/Anfang August hergestellt.

5. Baugenehmigung

Eigentlich verdient das hier mehr Raum, aber ich habe gerade nicht viel Zeit und schreibe lieber weni dazu, als es am Ende doch wegzulassen: Am Freitag lag unsere Baugenehmigung in der Post. Damit war die Bauaufsicht 1,5 Wochen schneller als angenommen. Das bringt uns aber trotzdem gerade nicht viel weiter, weil das Grundbuchamt im Bezug auf den Kauf unserer Zufahrt noch keinen Vollzug gemeldet hat – vorher bekommen wir keine Baufreigabe. Und außerdem:

6. Baustart

Der Tiefbauer wollte mir letzte Woche verklickern, dass er frühestens ab Mitte September den Tiefbau fürs Haus machen kann. Das konnte ich so leider nicht akzeptieren. Nach Rücksprache mit dem Rohbauer sprang dann doch noch ein Termin Anfang/Mitte August raus, so dass der Rohbau in KW34 beginnen wird. Damit sollten wir planmäßig Mitte/Ende November Fenster, Dach und Heizung erschlagen haben und können über Weihnachten den Estrich ausheizen. Der Umzug im März bleibt damit realistisch.

Kleine Brücke, großer Ärger

Gute Neuigkeiten: Wir haben eine Brückenstatik und die Angebote trudeln ein. In den nächsten Tagen werden wir zumindest für den Brückenbau Klarheit über Zeitplan und Preis haben. Aber fangen wir mal von vorne an:

Fast vier Wochen lang hat uns das Betonwerk an der Nase herumgeführt und uns mit der Erstellung eines Angebots samt Lieferzeit für unsere Brückenplatte vertröstet. Und nach all der Zeit kam dann ein Angebot für die Statik der Brücke. Fast eine Woche Arbeit wollte der Statiker gern investieren und dafür 1700€ + MwSt. abrechnen.

Das Orientierungsangebot des Betonwerks lag bei ca. 4300€ + MwSt. …

In meiner Verzweiflung bin ich abends zu Freunden gefahren und habe den beiden mein Herz ausgeschüttet. Fünf Minuten später sah ich in empörte Gesichter und mir wurde das Telefon in die Hand gedrückt. Am anderen Ende meldete sich der Papa, seines Zeichens Bauingenieur und Statiker im Ruhestand… Nach kurzer Abstimmung hatte ich dann am vergangenen Freitag, 36 Stunden nach meinem Hilferuf, die statische Berechnung in der Hand.

In der Zwischenzeit hatte ich schon mehrere umliegende Betonwerke angefragt und denen, die sich zurückgemeldet haben, habe ich heute zum Zwecke der Angebotserstellung die Statik hinterhergeschickt.

Interessanterweise stellt sich dabei auch heraus, dass das Betonwerk, mit dem wir anfangs zu tun hatten, nicht nur terminlich unzuverlässig ist. Auch die Preise bewegen sich in interessanten Regionen. Die vergleichbaren Angebote, die ich vorliegen habe, liegen 20-40% unter dem damaligen Orientierungsangebot.

Der mit Abstand günstigste Anbieter (~2200€ netto) hat leider 12 Wochen Lieferzeit, das wird leider nichts. Bisher liegt die kürzeste Lieferzeit bei 3 Wochen, allerdings fehlt mir dazu noch der aktualisierte Preis, denn der Statiker hat den Aufbau der Brücke leicht abgeändert. Wir gehen davon aus, dass wir am Ende im Bereich von 3000€ netto liegen werden. Und obwohl die Fundamente im Gegenzug etwas teurer werden, sollten wir am Ende den geplanten Finanzrahmen für die Brücke gut einhalten können.

Im Laufe der Woche werden wir mit unserem Tiefbauer den Zeitplan klären und dann alles beauftragen. Hoffentlich…

Fortschrittsbalken 1

Disclaimer: Anstatt mir jedes Mal irrsinnig kreative, aber doch nichtssagende Titel auszudenken, werde ich die kleinen, unregelmäßigen Updates, die mehrere kleine Themen betreffen, zukünftig einfach fortlaufend nummerieren.

Neuerungen:

  1. Wir haben PE-Rohr. Schon vor fast zwei Wochen kam das Rohr für unseren Grabenkollektor. Aufgrund notorischen Übergewichtes gammelt die Palette mit den beiden Bünden aber seitdem in unserer Zufahrt vor sich hin.
  2. Wir haben Solekonzentrat. Gemeinsam mit dem Rohr haben wir auch das Solekonzentrat bekommen. Der Schuppen platzt, dafür haben wir an dem Posten ungefähr 400€ gegenüber der Beschaffung durch unseren Heizungsbauer gespart. In ein paar Tagen verschwinden vier der sieben je 30kg schweren Kanister aber schon wieder, weil wir für einen Bekannten mitbestellt haben. Dann muss man hoffentlich nicht mehr jedes Mal den ganzen Schuppen ausräumen, wenn man Werkzeug braucht.

In Kürze folgt:

  • Abstimmung mit dem Tiefbauer über den Brückenbau
  • Abstimmung mit Rohbauer und Tiefbauer über Baustart
  • BAFA-Antrag für unsere Wärmepumpe

 

Kleine Fortschritte

Heute habe ich unser Elektrogewerk vergeben. Das wurde auch langsam Zeit, denn der Hausanschluss und vor allem Baustrom möchte langsam bei der ENSO beantragt werden. Das geht also als erledigt durch.

Darüber hinaus sind heute auch unsere Soleverteiler gekommen:

Die beiden hübschen Kerle werden in unserem Hausanschlussraum ihren (wärmeisolierten) Platz finden, und die Soleleitungen, die uns im Winter warm halten sollen, zur Wärmepumpe hin zusammenführen. Darauf werden ich bei Gelegenheit sicherlich später nochmal eingehen.

Und zu guter Letzt habe ich gestern auch das Geld für 600m Rohr und 210kg Solekonzentrat überwiesen, die Lieferung erwarte ich für Mitte kommender Woche. Das Rohr werden wir hoffentlich in den nächsten Wochen quer durch den Garten verlegen können. Das Konzentrat ist eine Sammelbestellung, 120kg sind für einen Bekannten, die restlichen 90kg behalten wir. Davon benötigen wir ca. 80kg für die Befüllung unseres Kollektors, der Rest bleibt als Reserve.

Dass wir das Solekonzentrat selbst beschaffen, habe ich spontan beschlossen, als unser Heizungsbauer seinen Preis für das Konzentrat nannte. Das Konzentrat hat uns in der Beschaffung jetzt ca. 190€ gekostet, dazu kommen sicherlich nochmal 3-4 Arbeitsstunden des Heizungsbauers á 35€ (zzgl. MwSt.) für die Befüllung. Hätten wir das Konzentrat direkt über den Heizungsbauer bezogen, dann wäre die Befüllung weggefallen, allerdings hätte das Konzentrat mehr als 650€ kosten sollen.

Am Montag wird es nochmal spannend, dann habe ich einen Termin mit unserem Heizungsbauer, bei dem wir dann mal alles durchsprechen wollen, was momentan so auf dem Tisch liegt.

Badbemusterung

Gestern haben wir unsere Badbemusterung hinter uns gebracht.

Nachdem uns insbesondere die Badewanne noch Kopfschmerzen bereitet hatte, war die Hoffnung und Freude auf diesen Termin relativ groß.

Durch dichten Verkehr mit mehreren Staus haben wir uns also mit dem kleinen Monster im Gepäck bis nach Klipphausen bei Meißen durchgekämpft und die Badausstellung der Sächsischen Haustechnik GmbH heimgesucht.

Der freundliche Kundenberater hat zuerst unser Angebot vom Heizungsbauer durchgesehen, um sich eine Vorstellung vom Budget zu machen. Im Anschluss sind wir dann losgezogen und haben erstmal die Sorgen um die Badewanne gelöst. Franzi wollte gern eine Wanne mit ovaler Innenform, allerdings hatten wir im Internet nichts wirklich passendes gefunden und in der Not erstmal eine Ovalwanne ins Auge gefasst. Nachteil: Für den Fliesenleger problematisch, weil der Anschluss der Wanne sehr aufwändig (=teuer) ist. Ziel war also hier eine Wanne mit Franzi-tauglicher Innenform, die gleichzeitig ein rechteckiges Anschlussprofil hat.

Und so sieht unser Kandidat schlussendlich aus:

Dazu kommt eine einfach gehaltene Armatur:

Netter Nebeneffekt: Die Wanne (Vigour Mittelablaufwanne Acryl white 180cmx80cm) selbst ist zwar teurer, aber der Wannenträger ist deutlich  günstiger. Am Ende haben wir hier etwas mehr als 100€ netto gespart.

Überzeugt hat uns der sehr schmale und gleichzeitig sehr hohe Wannenrand. Die Wanne ist sehr tief, der seitliche Rand angenehm schmal. Durch die etwas steileren Rückenlehnen bleibt genügend Platz, damit ich mit ausgestreckten Beinen liegen kann und trotzdem bis zum Hals im Wasser bleibe. Wunderbar!

Die zweite Baustelle war der Waschtisch im Bad. Franzi wollte ein breites Waschbecken, am Ende haben wir uns für einen 80cm breiten Waschtisch entschieden. Größe und Preis passen zusammen, mehr gibt es nicht dazu zu sagen. Dann noch die passende Armatur dazu, fertig:

Die Duschwand mussten wir tauschen, denn bei näherer Betrachtung hatte die einen ganz schön hässlichen Griff. Ich finde leider gerade kein Bild davon, allerdings haben wir uns nach einigem Suchen für ein Modell entschieden, bei dem der Griff sehr unauffällig ist. Der Preis bleibt.

Dann noch in aller Kürze:

Duschwanne 100cm x 100cm, 2,5cm tief

Waschbecken 45cm x 35cm für das Gäste-WC und Armatur

Beim Duschsystem sind wir uns noch nicht ganz sicher. Ich möchte auf jeden Fall eine Überkopfbrause. Im Angebot steht jetzt das Nikles Techno Thermostat System. Franzi wird mit dem Thermostat nicht wirklich warm, und in der Ausstellung schien es uns, dass die Regler sehr schwer gehen. Wahrscheinlich werden wir an der Stelle die gesparten 100€ in die Hand nehmen und dafür das Crometta S240 1jet Showerpipe EcoSmart von Hansgrohe leisten. Ganz sicher sind wir uns da aber noch nicht.

Bleiben noch die WCs; unten ein einfaches:

oben eins ohne Spülrand und mit verdeckten Befestigungen:

Bei den Armaturen der Waschtische und für die Badewanne haben wir die Serie gewechselt, da werden nochmal ein paar Euro abgehen, aber insgesamt haben wir knapp 100€ netto eingespart, die wir bei dem Duschsystem sicherlich wieder abgeben werden.

Erschliessung – es geht langsam los

Eigentlich sollte unsere Erschliessung für Trink- und Abwasser schon in der Woche vom 22.-26.5. stattfinden. Das wäre terminlich optimal gewesen.

Die Realität war dann, dass der Tiefbauer, der vom Abwasserzweckverband beauftragt wurde, den Anschluss herzustellen, heimlich still und leise diesen Termin ausgesessen hat.

Da in diese Woche noch Himmelfahrt und ein Brückentag fielen, habe ich am 23.5. nachgefragt, wie der Zeitplan ist. Als Antwort kam dann heraus, dass am 31.5. die Baumaschinen umgesetzt werden und am 01.06. morgens mit der Arbeit begonnen wird. Da das gleichzeitig der erste Tag für die Kitaeingewöhnung des kleinen Monsters sein sollte, habe ich also großflächig umdisponiert, der Oma für den Morgen das große Monster aufs Auge gedrückt und stand, deutlich später als ursprünglich geplant, kurz vor halb 8 bei 12°C mit dem kleinen Monster auf der Matte um die Bauarbeiten zu beobachten und gegebenenfalls noch meinen Senf dazugeben zu können. Alleine.

Kein Bagger, keine Bauarbeiter, es ist niemand da. Kurzer Anruf beim Abwasserzweckverband – die Trinkwasserjungs fahren dann mal los um mit mir die Lage der Anschlüsse abzustimmen, aber der Tiefbauer kommt erst um 9. Vom Chef der Tiefbauer heißt es, der LKW hätte noch dringend zum TÜV gemusst. Am 31.5. … hätte man nicht ahnen können.

Wie auch immer – nachdem gegen 8 dann die Trinkwasserjungs da waren und soweit alles geklärt war, erscheinen gegen 9:15 die Kameraden vom Tiefbau, laden den Bagger ab und rennen mit wichtigem Gesichtsausdruck übers Gelände. Wenige Sekunden später wird mir klar, dass “wichtig” eigentlich “planlos” heißen sollte: Keinerlei Vorbereitung, niemand wusste, was eigentlich zu tun ist.

Erstmal schnell den Bagger umsetzen – ich höre mich noch sagen: Bitte vorsichtig mit der Brücke, die trägt nur 2 Tonnen. Antwort: “Kann nicht sein, der Bagger wiegt ja schon 3,5. Der muss da jetzt rüber!”. Meine leichte Übelkeit wird nur dadurch beruhigt, dass der Bagger ja nur zweimal kurz über die Brücke fahren muss, das werden die arg gebeutelten Brückenfundamente schon halten.

Nach 15 Minuten, in denen wir so langsam die Aufgabenstellung herausgearbeitet hatten, geht ein enttäuschter Blick zum Transporter der Tiefbauer, weil man scheinbar nicht gedacht hatte, dass zur Herstellung des Anschlusses KG-Rohr erforderlich wäre. Oder Sand. Oder irgendwas außer dem Bagger.

Kurz nach halb 10 sitzen die Jungs also alle wieder in ihren Autos und ich bleibe allein mit dem kleinen Monster auf der Baustelle. Sicher ist nur: Die kommen wieder. Der verlassen herumstehende Bagger ist unser Zeuge. In der Zwischenzeit platzt mir der Kragen…

Aber pünktlich 11:20 geht es weiter. Tiefbauer wieder da, KG-Rohr liegt auf dem LKW – Sand? Schotter? Holen wir, wenn wir es brauchen. OK!

11:30 schnurrt der Bagger los und der Kollege positioniert sich für den Aushub. Genau auf dem maroden Brückenfundament! Jetzt hoffe ich nur noch, dass hier nichts schief geht.

Aber meine Sorgen diesbezüglich sind nur von kurzer Dauer, denn nur ungefähr 10 Minuten später brechen die ersten Betonstücken aus der betonierten Brückenrampe. Gleichzeitig heißt es “heute schaffen wir das nicht mehr!” Ich gebe dann mal unseren Nachbarn Bescheid und beruhige mich mit dem Gedanken, dass der Bauherr für diese Schäden haftet. Und in dem Fall ist das glücklicherweise der Abwasserzweckverband.

Während ich also versuche, meinen Puls niedrig zu halten, strömt mehr und mehr Wasser in die Grube. Die Tiefbauer schauen etwas sparsam drein und erklären, dass sie so nicht weiterarbeiten können und erstmal eine Schmutzwasserpumpe holen müssen. Konnte man nicht ahnen, dass direkt neben einem Bach auch Grundwasser ist. In wenigen Minuten läuft die Grube halb voll, aber die Tiefbauer sehen das schon gar nicht mehr, weil sie wieder losgefahren sind um Schlauch, Pumpe und Generator zu organisieren. Es ist noch nicht einmal 12 Uhr.

Das ist jetzt der Moment, in dem mir zum zweiten Mal an diesem Tag der Kragen platzt.

Ich dokumentiere in der neu gewonnenen Freizeit die Schäden. Und schon 14 Uhr stehen die Jungs wieder auf der Matte, die Grube wird ausgepumpt und die Suchschachtung nach dem Abwasser- und Trinkwasserrohr beginnt.

Das ist sehr schwierig, aber kurz nach 15 Uhr meldet sich die Abwasserleitung mit einem metallenen “KLONG!”: das eigentliche Abwasserrohr liegt an dieser Stelle in einem Schutzrohr aus Stahl. Da können wir also unmöglich unsere Abwasserleitung anschließen.

Einer der Tiefbauer fährt mit dem LKW los und holt Sand. Gegen 16:30 Uhr wird die Grube ergebnislos zur Hälfte verfüllt, abgesperrt und die Tiefbauer machen Feierabend.

Ergebnis des ersten Tages: diverse unkritische aber unschöne Schäden an der Brücke der Nachbarn. Ansonsten beschränkt sich die Tagesleistung auf den Erkenntnisgewinn.

Im Laufe des Tages ist mir allerdings auch klar geworden, dass die Tiefbauer oder der Abwasserzweckverband nicht allein verantwortlich für diese Misere sind: Bei der Neuverlegung seiner Abwasserleitungen hatte unser Nachbar ohne Rücksprache mit dem Abwasserzweckverband einen zweiten Eingang am vorhandenen Revisionsschacht benutzt, statt das Abwasser korrekterweise in seine Hauptleitung mit einzuleiten. Der Abwasserzweckverband hatte daher im Sinne einer gütlichen Lösung zwar mitgeteilt, dass das nicht korrekt sei, allerdings nicht gefordert, den falschen Anschluss zurückzubauen, sondern kulanterweise beschlossen, unser Abwasser nicht an diesem Revisionsschach, sondern erst dahinter direkt in die Hauptleitung einzuleiten. Von dem Stahlrohr wusste leider niemand mehr etwas. Der Nachbar will davon selbstverständlich nichts wissen. Wie hätte er es denn auch anders machen sollen? Ganz einfach: Mit einem T-Stück in seine Hauptabwasserleitung. Nachdem man mit dem Abwasserzweckverband darüber gesprochen hat, was man eigentlich machen möchte.

Aber es hilft nicht, sich darüber aufzuregen. Wir behalten das mal im Hinterkopf.

Dennoch platzt mir Abends, während ich den Tag noch einmal Revue passieren lasse, ein drittes Mal der Kragen.

Tag 2

Den Beginn der Eingewöhnung in der Kita für das kleine Monster wollte ich nicht nochmal verschieben, daher war ich erst gegen 12 Uhr auf der Baustelle.

Die Tiefbauer hatten schon ganze Arbeit geleistet, der Graben auf unser Grundstück war fertig, das Abwasserrohr zur Hälfte verlegt.

Auf dem Bild sieht man auch schön die Stelle, an der der Abwasserzweckverband die Trinkwasserleitung geflickt hat, als unser Nachbar sie letztes Jahr beim Verlegen seines Abwasserrohrs mit dem Bagger erwischt hat. Die Einleitung unseres Abwassers erfolgt jetzt also per T-Stück in die nachbarliche Leitung, die an “unserem” Schachteingang hängt. Ich hoffe, dass wir durch den spitzen Winkel keine Probleme bekommen, werde meine Bedenken aber sicherheitshalber beim Abwasserzweckverband anmelden. Am Bildrand sieht man noch das Rohr, das den Pumpensumpf offen hält, damit der Graben nicht wieder voll läuft.

Da der erste Tag leider ergebnislos verlief, passte der Terminrahmen nicht mehr für den Anschluss der Trinkwasserleitung. Daher bleibt die Baugrube jetzt bis Dienstag offen, dann erst kann der Trinkwasseranschluss hergestellt werden. Gegen 15:30 Uhr wurde die Baustelle wieder abgesperrt.

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Verlauf des zweiten Tages aber zufrieden. Wenn der erste Tag bereits so gelaufen wäre, dann wären wir wunschlos glücklich, so war es leider eine sehr nervenzehrende Angelegenheit.

Fazit: Mit rechtzeitiger Umsetzung des Baggers, Vorbereitung und guter Planung hätte man das an einem Tag geschafft. Wenn die Planung nicht ganz optimal ist, wäre ein halber Tag dazugekommen. Ohne Vorbereitung und mit den nachbarschaftlichen Querschüssen gehen jetzt fast 3 Tage für die Herstellung der Anschlüsse ins Land. Dafür habe ich auch etwas gelernt: Bei der Herstellung der Brückenfundamente werde ich unseren Tiefbauer von vornherein darauf hinweisen, dass er gleich einen Pumpensumpf vorsehen soll.

 

P.S.: Alle Fotos zur Erschliessung gibts hier: https://goo.gl/photos/pHhdpbfyxqxRyV9D7

Heizung

Die Heizung: unser wichtigstes und größtes Einzelgewerk. Zwar ist der Rohbau insgesamt teurer, allerdings sind die Einzelposten, die im Rohbau stecken, allesamt “billiger” als die Heizung.

Das Grundproblem vieler Energiesparhäuser ist, dass sie auf dem Papier sparsam sind, aber in der Realität dann genauso viel verbrauchen wie ein normales Haus, dafür allerdings deutlich teurer waren. Das soll uns nicht passieren, deswegen haben wir uns sehr viele Gedanken über die Heizung gemacht.

Wir wollen im ganzen Haus Fußbodenheizung, klar. Die soll aber auch sparsam ausgelegt sein, was wiederum dazu führt, dass die Herstellungskosten steigen. Dafür haben wir im ganzen Haus 10cm Verlegeabstand. Üblich sind eher 20 cm, seltener 15cm. Der geringe Verlegeabstand hat den Vorteil, dass wir mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten können, was unsere Wärmepumpe mit höherem Wirkungsgrad und damit geringeren Kosten belohnt.

Unser Haus wird mit 27°C Vorlauftemperatur arbeiten. Im Schnitt wird für Wärmepumpen auf 30°C Vorlauf ausgelegt, die meisten Generalunternehmer, die wir uns angesehen haben, legen eher auf 35°C aus, weil damit der Verlegeaufwand deutlich reduziert wird. Höhere Vorlauftemperaturen bedeuten aber auch höhere Oberflächentemperaturen, und das wird von den meisten Menschen als unangenehm empfunden. 27°C Vorlauftemperatur wird man nicht als warm empfinden, allerdings auch nicht als kalt, sondern “wohltemperiert”.

Damit wir mit der Vorlauftemperatur so weit runtergehen konnten, mussten wir noch einen anderen, etwas schmerzhafteren Kompromiss eingehen: Franzi wollte im Obergeschoss eigentlich Auslegware. Zugunsten der Heizung sind wir im ganzen Haus auf geklebte PVC-Böden umgeschwenkt. Deren Wärmeleitfähigkeit ist sehr gut, gleichzeitig ist PVC nicht so fußkalt wie Steinböden.

Mir war es wichtig, keinen elektrischen Handtuchheizkörper im Bad zu haben. Mal ehrlich: Da hat man ein extrem effizientes Haus und heizt dann im Bad komplett mit Strom? Nein Danke! Deswegen gibt es im Bad eine Wandheizung, die mit an den Wasserkreis der Fußbodenheizung angeschlossen ist. Wir hatten ursprünglich Bedenken wegen der Mehrkosten gegenüber dem Heizkörper, allerdings hatten wir auf der Baumesse die Gelegenheit, darüber mit einigen Herstellern zu sprechen, und als die Preise von 700-1200€ erwähnten, waren meine Bedenken verflogen. Die Wandheizung kostet ähnlich viel, heizt aber erheblich effizienter. Wenn der Komfort es verlangt, dann können wir im Bad aber dennoch beispielsweise eine zeitgesteuerte Infrarotheizung installieren.

Außerdem wird es im Haus keine Raumtemperaturregelung im herkömmlichen Sinne geben. Die Räume erreichen ihre Temperatur durch Einstellung des Durchflusses der Fußbodenheizung. Details dazu gibt es hier.

Die Lüftung: Wir müssen eine einbauen, also nehmen wir die beste Anlage, die es momentan am Markt gibt. Und die kommt von Zehnder. Die Anlage hat einen integrierten Wärmetauscher und gewinnt Wärme und Feuchtigkeit aus der abgesaugten Luft zurück, wärmt die angesaugte Frischluft vor und befeuchtet. Das reduziert den Heizungsbedarf erheblich, gleichzeitig hat man immer frische Luft. Dafür müssen aber die Fenster geschlossen bleiben, sonst funktioniert das nicht. Und deswegen sollen alle unsere Fenster von innen abschließbar sein.

Die Wärmepumpe: Eigentlich wollte ich gern eine Anlage von NIBE, die F1255-6. Das ist momentan eigentlich die beste Wärmepumpe am Markt, natürlich nicht ganz billig. Die Anlage gibt es allerdings (fast)baugleich auch unter anderen Bezeichnungen: Novelan WSV 6.2H3M und alpha innotec WZSV 62H3M sind bis auf das Benutzerinterface nahezu baugleich. Keine Kunst: Novelan ist eine Marke von ait (alpha innotec), das wiederum zu NIBE gehört. Gerüchteweise arbeitet die NIBE mit einer anderen Regelung, allerdings habe ich dazu nichts Belastbares gefunden. Bei unserem prognostizierten Verbrauch wird das aber wohl keine Auswirkungen haben. Nachdem wir jetzt Angebote für die NIBE- und die Novelan-Anlage haben, ist es aufgrund des um knapp 400€ geringeren Preises die Novelan geworden.

Die Wärmequelle: Hier wird es im Juni nochmal spannend. Unsere Wärmepumpe ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, wir nutzen also Erdwärme. Allerdings sparen wir uns die Tiefenbohrung sondern setzen auf einen Grabenkollektor, den wir vor Baustart höchstpersönlich noch verlegen wollen. Für das Rohr habe ich ein Angebot vorliegen, für ungefähr 650€. Dazu kommt noch etwas Kleinzeug, ein Bagger und ein paar Helfer. Insgesamt soll die Wärmequelle nicht mehr als 1500€ kosten.

Zum Grabenkollektor werde ich sicherlich später noch ein paar Sätze schreiben.

Als Quintessenz vielleicht noch: Unsere geplanten Heizkosten inkl. Warmwasser sollten sich im Bereich von 400-500€ pro Jahr bewegen.

(Un)Sinn einer Einzelraumregelung

Eine Einzelraumregelung (ERR) funktioniert so, dass es an jedem Heizkreis einen Stellmotor gibt, mit dem über ein Ventil der Durchfluss des Heizkreises geregelt werden kann. Das selbe Prinzip wie bei Thermostaten an herkömmlichen Heizkörpern. Und jeder weiß doch, wenn es kalt wird, dreht man die Heizung auf.

In unserem Haus gibt es dabei nur ein Problem: Da unsere Heizung sehr auf Effizienz getrimmt ist, dauert es 24-48 Stunden, bis es wirklich warm wird.

Aber die Lösung ist auch einfach: Man hält einfach in allen Räumen die Komforttemperatur. Denn das Haus verliert ja im gleichen Atemzug nur sehr wenig Wärme.

Wenn man jetzt also in allen Räumen die Solltemperatur hält, dann ist ein Nachregeln der Raumtemperatur unnötig. Man stellt einmal die gewünschte Temperatur ein und fasst die Einstellung danach nicht wieder an. Alles weitere macht die Wärmepumpe selbst über ihre interne Regelung.

Wir haben intensiv darüber diskutiert, ob wir wirklich auf die ERR verzichten wollen, daher hier mal unsere Argumentation:

  1. Der Betrieb einer ERR verursacht bei uns laufende Kosten von ca. 120€ pro Jahr für den Betrieb der Stellmotoren und Raumthermostaten. (18 Heizkreise á 3W Dauerstromverbrauch = 54W Grundlast, 54W x 24h x 365Tage = 473kWh pro Jahr bei 0,26€/kWh –> 122,99€)
  2. Zusätzlich sinkt die Effizienz der gesamten Heizung um 6-10%, was nochmal Mehrkosten von ca. 30-50€ pro Jahr ausmacht.
  3. Die Installation der ERR kostet für unser Haus ungefähr 2500€
  4. Die ERR ist laut EnEV verpflichtend einzubauen. Eine Befreiung von dieser Pflicht kostet beim Bauamt ca. 250€. Dafür müssen wir einen Antrag stellen, detailliert darlegen, warum die ERR unser Haus unwirtschaftlicher machen würde und warum es aus Sicht des Energieverbrauchs keinen Vorteil im Betrieb einer ERR gibt.

Punkt 4 klingt erstmal relativ kompliziert, ist aber im Großen und Ganzen schnell erklärt:

Bei sehr effektiv gedämmten Häusern beeinflussen sich die Räume sehr stark gegenseitig. Benachbarte Räume mit unterschiedlichen Temperaturen heizen bzw. kühlen einander.

Wenn die Fußbodenheizung ausgelegt wird, dann wird in einem Raum A so viel Rohr verlegt, wie notwendig ist um Raum A bei gegebener Vorlauftemperatur auf seine Solltemperatur zu heizen.

Wenn jetzt ein benachbarter Raum B kühler wird, weil das Raumthermostat runtergedreht wird, dann steigt aber die Heizlast in Raum A, weil über die Wand zu Raum B plötzlich mehr Wärme verloren geht. Die Wärmepumpe reagiert darauf und erhöht die Vorlauftemperatur. Interessanterweise ist der Effekt des Ganzen, dass Raum B nie wirklich seine Solltemperatur erreicht, weil Raum A durch die gemeinsame Wand nachheizt. Gleichzeitig sinkt mit steigender Vorlauftemperatur der Wirkungsgrad der Wärmepumpe, wodurch die Kosten für die Wärmeerzeugung statistisch um 6-10% steigen.

Aber durch die ERR wird auch auch der hydraulische Abgleich in der Fußbodenheizung gestört wird. Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass auch wirklich in allen Heizkreisen Wasser zirkuliert. Wenn der Abgleich nicht durchgeführt wurde, dann kommt es durch Druckunterschiede zwischen den Heizkreisen dazu, dass einzelne Heizkreise mehr, andere weniger Heizwasser bekommen, wieder andere bekommen so wenig Heizwasser, dass keine Zirkulation mehr möglich ist. Dann bleiben die betroffenen Räume kalt. Um zumindest dieses Problem zu vermeiden, gibt es sehr teure Lösungen (für unser Haus deutlich über 3000€), die hydraulischen Abgleich und ERR zusammenfassen.

Zusammengefasst: Bei Betriebskosten von ca. 150€ pro Jahr und Installationskosten von ungefähr 2500€ hat die ERR in unserem Haus exakt gar keinen Effekt. Für einzelne Räume kann man später immer noch für ca. 100€ pro Raum eine funk- oder netzwerkgesteuerte, batteriebetriebene Lösung nachrüsten, wenn es unbedingt notwendig werden sollte. Die 250€ für die Befreiung sind es uns aber allein aufgrund der hohen Installationskosten wert, denn wenn wir uns nicht befreien lassen, müssen wir verpflichtend in allen Räumen ERR installieren, selbst in Räumen, die nicht durch Türen getrennt sind, wie bei uns im EG Flur, Küche und Wohnzimmer.